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Wodka und Tränen zum Abschied

Die Zeit ist wie im Flug vergangen und heute heißt es schon wieder bye bye St. Petersburg.

Ich beschließe meinen Besuch mit eine Spaziergang über den Newski Prospekt zur Admiralität. Dort stept der Bär und im Park finden sich hunderte von Bären – ein Wanderausstellung der United Buddy Bears.

Weiter ging es durch den Park zu Isaacs- Kathedrale und hinein.

Ein Bummel entlang der Newa und dem Newski Prospekt garniert mit Blini  zum Abschied. Im Regen gingen wir zur Metro und mit dieser Richtung Flughafen ….

Nach schier endlosem Schlage stehen – beim Einchecken, bei der Zollkontrolle, bei der Sicherheitskontrolle … konnten wir eben noch ein letztes Souvenir ergattern – ein Flasche Zaren Wodka!

пока! до свидания!

Der irre Iwan zitiert frei nach Iwan Rebroff: “Wodka macht aus allen Menschen Russen.”
Damit verabschiedet sich Iwan mit eine Wodka von uns und bleibt bis zum nächsten Besuch in Russland.

Versailles auf russisch …

Am Morgen hat es erstmal ausgiebig geregnet und wir haben die Zeit zum Relaxen und einem späten Frühstück genutzt.

Bei grauen Himmel zogen wir los zur Metro. 1955 wurden 8 Bahnhöfe der roten Linie in Betrieb genommen. Diese acht Bahnhöfe sind architektonische Relikte aus der Stalinzeit. Es erwarten eine Marmorhallen, Säulengänge und Kronleuchter.

In der Stadtion Awtowo stiegen wir in die sog. Marschrutka 424a um – einer Art Minibus, der uns direkt an den Eingang des Peterhofs brachte.Ca. 30 km außerhalb von St. Petersburg, direkt am finnischen Meerbusen gelegen, hat Peter der Große seine Sommerresidenz – ganz im Stile von Versailles erichten lassen.Im zweiten Weltkrieg fast völlig von deutschen Bomber zestört, erstrahlte es zum 300 Jährigen Stadtjubiläum wieder im alten Glanz. Die große Kaskade – Mittelpunkt der Gartenanlage ist ein Komposition aus Marmor, Gold und Wasser.

Auf dem Rückweg noch ein wenig Kultur der Isaaksplatz mit der Statue von Nikolaus I und der Isaaks Kathedrale.

Und auf dem Rückweg noch ein kurzer Besuch bei Fabergé – nur gucken – nix kaufen.

Der irre Iwan geblendet von so viel Gold grölt ” Goldfinger….”

Inselhopping

Bei strahlendem Sonnenschein ging es los zum ersten Highlight, der Ermitage bzw. dem Winterpalast. Die weltgrößte Kunstsammlung mit ca. 3 Millionen Kunstwerken, ist der Sammelleidenschaft von Zarin Katarina der Großen und dem St. Petersburger Adel zu verdanken, nur ca. 2% der Werke sind heute zu sehen – immerhin 60.000 Exponate. Hier könnte man sich also Tage lang aufhalten und Bilder, Skulputen, Statuen, Rüstungen, Porzellan – es gibt nicht was es dort nicht gibt!  Und dann ist da noch diese prunkvoll Umgebung, die die Exponate manchmal fast in den Hintergrund rücken. Eine Herausforderung für alle Sinne!  Auch wir waren nach viel stauen und wundern,  schnell am Rande unserer Aufnahmekapazität.

 

Nach einer kleinen Stärkung haben wir uns zu einem Spaziergang über die Newa – auf die die Wassijewksij-Insel – aufgemacht. Vorbei an der Kunstkammer (dort findet man den Orginal Gottorper Globus), dem Zoologischen Museum und den markanten roten Rostrasäulen über die Börsenbrücke auf die Petrograder Insel  und zur Peter und Paul Festung. Der Bau dieser Festung markiert die Geburtsstunde von St. Petersburg.

Die Sehenwürdigkeiten auf dem Weg sind am heutigen Samstag ein beliebtes Ziel für Hochzeitsgesellschaften, die Paare posieren vor der tollen Kulisse oder am Sandstrand zu Fusse der Festung. Und die Hochzeitsgesellschaften singen, tanzen und trinken …

Über eine weitere Brücke die Troitsky Brücke geht wieder über die Newa und direkt zum neu gestalteten Sommergarten – die weißen Marmorstatuen glänzen im Sonnenschein und mit uns freuen sich viele Besucher über das gute Wetter und spazieren durch den schönen Garten. An dessen Ende das Ingenieurs Schloss liegt. Das rote Gebäude wurde von Zar Paul dem Ängstlichen erbaut , der hatte sich weder innen – noch außenpolitisch Freunde gemacht und wollte sich mit diesem Hochsicherheitspalast schützen. Ein paar Wochen nach dem Einzug wurde er in seinem Palast mit seiner Schärpe erdrosselt.

Nach dieser traurigen Geschichte ging es wieder durch eine Garten den Michailowgarten, der uns direkt zu Erlöserkirche führte. Der auffällige Bau mit den Zwiebeltürmen wurde von Zar Alexander III in Auftrag gegeben – genau an der Stelle, an der Alexander II einem anarchistischen Anschlag zum Opfer fiel. Die othodoxe Kirche wurde nach dem Vorbild der Moskauer Basilius Kathedrale erbaut, das Kircheninnere ist vollständig mit Mosaiken ausgefüllt.

Nach so viel Kultur und Km brauchten wir ein Pause, mit einem leckeren Essen und einem Dessert Cafe Singer, das ist im Dom Knigi, dem  berühmten Buchladen. Und natürlich waren wir trotz des vollen Programms noch shoppen – wir haben unser Mitbringsel – die typischen Matrjoschka Puppen erstanden.

Nach einer Pause ging es dann zum Late Night Sightseeing, denn um kurz nach ein Uhr öffnen sich die Brücken der Newa, um den Schiffen den Weg zu Ostsee frei zu geben. Gerade während der weißen Nächte ein Spektakel mit hunderten von Booten auf der Newa und aber tausenden von Schaulustigen am Ufer.  Besonders eindrucksvoll ist das, da es auch um 1h noch nicht richtig dunkel ist. St. Petersburg liegt fast auf dem 60. Breitengrad und zur Sonnenwende gehen Abenddämmerung und Morgengrauen direkt ineinander über. Die Brücken bleiben dann bis zum Morgen offen und es gibt keinen Weg mehr auf die anderen St. Petersburger Inseln.

Auch der irre Iwan schwafelt:” Mit zwölf Zentimeter Plastik helfen bei jedem Größenproblem!”

 

 

Russisch für Anfänger ….

Unsere Anreise via Berlin Tegel hat fast reibungslos geklappt. Am Flughafen Pulkovo mussten wir dann erstmal 20 Minuten im Flieger warten und anschließend lange Schlangen bei Passkontrolle ertragen. Endlich raus aus dem Flughafen haben wir schnell den Bus gefunden und gleich die ersten russischen Lektionen gelernt – zahlen erst beim aussteigen!

Weiter ging es in den Untergrund über eine irre lange Rolltreppe zur Metro,  dort stehen an einem langen Gang  rechts und links Fahrgäste an Toren, die sich erst öffnen, wenn die Bahn da ist und steht. – Wir fühlten uns an die Fahrstühle bei Harry Potter erinnert.

Und die Suche ging weiter, die Türe zu unserem Hostel war ebenfalls gut versteckt. Das Hostel ist sehr zentral im 5,Stock – leider ohne Aufzug… aber wir haben zum Glück nur kleines Gepäck.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns gleich auf den Weg entlang des  Newsij Prospekt vorbei am Stroganow Palast, der Petri Kirche, der Kasaner Kathedrale – alles tolle Fotomotive. Die Erlösekirche mit den Zwiebeltürmen …

Nun waren wir nicht mehr zu bremsen, weiter zum Schlossplatz vor der Ermitage und dem Winterpalast von der Abendsonne beleuchtet. Es ist einfach zauberhaft …

Gekrönt haben wir den Abend mit typisch russischen Teigtaschen Pelmini und Variniki mit Bier.

Und dann meldet sich auch der irre Ivan zu Wort: Wer im Dunkeln schlafen will - muss nach Süden reisen.

 

Es geht wieder los …

Nach langer Reisepause geht es endlich wieder los. Unser Ziel ist Sankt Petersburg – das wird meine erste Russlandreise. Nicht nur das Ziel ist anders, auch die Besetzung: Natürlich werden mich die Reisetiere begleiten und wir freuen uns auf unsere Reisebegleitung und Freundin Anja.

Der berühmte Reisephilosoph Herr Konfuze hat leider kein Visum bekommen und so haben wir uns auf die Suche gemacht und einen neuen Begleiter gefunden: Der irre Iwan – er wird uns Einblicke in die russische Seele erleichtern und uns durch das Venedig des Nordens begleiten.

Der irre Iwan startet noch etwas unbeholfen mit einem russischen Sprichwort:”Das Glück hängt nicht in der Luft, es wird mit den Händen geschaffen.”

ΠΟκα – Tschüß